Konzentration

Konzentration / Aufmerksamkeit: Das Problem

Ein Urproblem vieler lernschwachen Menschen (vor allem das eines legasthenen oder rechenschwachen Menschen) ist die Schwierigkeit des Lenkens der Gedanken. 

Gedankengänge und Handeln des Betroffenen sind nicht im Einklang. Manchmal denkt er sich schneller eine Geschichte aus, als dass er sie zu Papier bringen kann.

Fehlende Satzenden, mangelnde Aufsatzstruktur etc. können die Folge sein.  Auch dyskalkulische Menschen kennen oft das Problem.

Wichtig ist hier jedoch anzumerken, dass sich lernschwache Menschen im Gegensatz zu ADS- lern (Aufmerksamkeitsdefizitsyndom) in anderen Bereichen wiederum sehr gut konzentrieren können. Schwierigkeiten bereiten ihnen “nur” die Symbole wie Zahlen und Buchstaben.) In Spielsituationen treten beispielsweise keine Konzentrationsprobleme auf. 

Ist der Mensch nicht konzentriert, so ist es ihm fast unmöglich, richtig zu lesen, zu schreiben, zu rechnen oder Signale aus der Umwelt aufzunehmen und entsprechend zu verarbeiten.

Die Gedanken sind schneller als das Handeln.

 

  

 

 

Man ist nicht generell unkonzentriert. 

Konzentration / Aufmerksamkeit: Ein Beispiel

Stellen Sie sich vor, über Ihrem Kopf befände sich ein Trichter. Dieser Trichter soll Informationen aus der Umwelt filtern und Ihrem Gehirn zur Verfügung stellen. Wenn Sie unkonzentriert sind, ist dieser Trichter zu groß oder auch zu klein.

Ist er zu groß, sind sie manchmal hibbelig, nehmen alles wahr. Es gelangen viel zu viele Informationen in Ihr Gehirn, Sie können nicht erkennen, welche der Informationen aus der Umwelt die nun wirklich wichtigen sind. Sie sind dann besonders reizoffen.

Ist der Trichter zu klein, sind sie vielleicht lethargisch, verträumt oder müde. In Ihrem Gehirn kommen dann zu wenig oder nicht die richtigen Reize an, um eine Aufgabe zu bewältigen.

So oder so ähnlich geht es unkonzentrierten Erwachsenen und Kindern.

Ist der "Trichter" richtig justiert?

Können die richtigen Infos in das Gehirn gelangen? 

Konzentration / Aufmerksamkeit: Die Lösung

Eine Lösung dieses Problems wäre ein Aufmerksamkeitssteigerungstraining. Der Betroffene kann besser aufnehmen und umsetzen.

Bei einem gezielten Training muss vor allem die Aufmerksamkeit des Kindes, wenn es mit Symbolen umgeht, trainiert werden. Wir schulen in diesem Zusammenhang die Aufmerksamkeitsspanne und Aufmerksamkeitsintensität. 

Den Schüler als generell unkonzentriert zu bezeichnen, ist meistens falsch. Er kann sich oftmals im Spiel oder mit anderen Dingen, die ihn interessieren und / oder symbolfrei sind, stundenlang auseinandersetzen.

Manche teilleistungsgestörten Menschen konzentrieren sich auch zu stark. So verhindern sie ungewollt, dass die fürs richtige Lesen, Schreiben oder Rechnen erforderlichen Infos überhaupt ins Gehirn gelangen.

 

  

 

Training der Aufmerksamkeitsspanne

 

 

Training der Aufmerksamkeitsintensität