Legasthenie / LRS

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Definition Legasthenie / Lese-Rechtschreib-Schwäche / LRS

Für den Begriff "Legasthenie" hat sich bislang in der deutschen Literatur keine Einigung abgezeichnet. So ist auch von “Lese-Rechtschreib-Schwäche / LRS”, “Dyslexie” und anderem die Rede.

Oftmals werden die Begriffe auch synonym benutzt.

Doch gerade zwischen Legasthenie und LRS (kurz für Lese-Rechtschreib-Schwäche) muss unterschieden werden.

Dies ist wichtig für eine effektive Hilfe.

Die Definition des Landesverbandes Legasthenie lautet:
“Legasthenie ist die Bezeichnung für Schwächen beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechtschreiben, die weder auf allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung noch auf einen unzulänglichen Unterricht zurückgeführt werden kann.”
(1987)

 

Keine eindeutige Bezeichnung

Legasthenie und LRS werden oft gleichwertig benutzt, was ungünstig ist.

Häufigkeit

Das Phänomen der Legasthenie wird sehr oft mit Krankheit, Schwäche oder Störung in Verbindung gebracht. Da jedoch ca. 15% der Weltbevölkerung legasthen veranlagt sind, wäre es äußerst unangebracht, die Betroffenen als gestört zu bezeichnen.

Treffender wäre es, von “differenziert”, also “anders” zu sprechen.

Man liest in der Literatur, dass ca. 20 bis 30 Prozent der Erstklässler Startschwierigkeiten im Lesen und Schreiben aufweisen.

Es wird geschätzt, dass davon hierzulande etwa 7 bis 10 Prozent “echte” Legastheniker sind.

15% der Weltbevölkerung ist legasthen veranlagt.

Wer hat es?

Legasthene Menschen sind - egal, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt - weder dumm noch faul. Im Gegenteil, meist sind Legastheniker durchschnittlich und sehr oft sogar überdurchschnittlich intelligent.

Berühmtheiten wie Albert Einstein, Walt Disney, Leonardo da Vinci und Whoopy Goldberg sind Beweise hierfür.

Ursachen für ihre Legasthenie liegen also wahrlich nicht im Intelligenzmangel.

Es ist auch kein typisch deutsches Problem, sondern in allen Ländern und Kontinenten anzutreffen.

Außerdem ist sie in allen Gesellschaftsschichten zu finden, also nicht typisch für eine bestimmte Klasse.

Aus diesen Gründen ist es erforderlich, legasthenen Menschen ganz besondere Lernmöglichkeiten zu schaffen,
Möglichkeiten, die abweichen von ihren bisherigen Lernerfahrungen, denn diese haben offensichtlich nicht zum Erfolg geführt.

Legasthene Menschen sind nicht dumm oder faul.

Ursachen

Die Ursachen für eine Legasthenie sind nur schwer zu nennen.

Zum einen ist in der Literatur zu lesen, dass sie primär anlagebedingt sei. Durch die neuesten Forschungsergebnisse wurde bestätigt, dass die Chromosomen 15 und 6 hauptsächlich an der Entstehung beteiligt sind.

Zum anderen ist zu lesen, dass Legasthenie in Strategiefehlern begründet ist, wobei nicht genau erklärt wird, wo die Ursache dieser Strategiefehler liegt.

Es gibt noch unzählige  weitere Theorien.

Sie werden in der Literatur natürlich auch Vertreter finden die oben Genanntes absolut bestreiten.

Die Vererbung an sich ist in meinen Augen nicht das Hauptproblem für das Ausbrechen der Legasthenie, sondern die nicht erfolgte Prävention. Die meisten legasthen veranlagten Kinder könnte man im Vorschulalter schon entsprechend und ausreichend fördern. Negative Begleitumstände wie z.B. die Vererbung würden dann nie so ins Gewicht fallen.

Ursachen sind schwer zu nennen.

Anlagebedingt?
Strategiefehler?
Oder ganz andere Ursachen?

Die Methodenwahl ist wichtig.
Ausbruch der Legasthenie aufgrund von schlechter Prävention

Wie erkennt man Legasthenie?

Es ist eine Fülle von möglichen Symptomen für Legasthenie und LRS zu finden.

Diese Tatsache erscheint auf den ersten Eindruck sehr verwirrend.

Was ist nun überhaupt Legasthenie?

Sie erscheint nicht wirklich greifbar, denn jeder betroffene Mensch weist eine völlig einzigartige Ausprägung auf.

Immer wieder ist eine andere Kombination von Symptomen anzutreffen.

Oft sind scheinbare Hinweise auf Legasthenie auch anderweitig zu erklären: Beispielsweise benötigt das Kind evtl. ein Hörgerät, weist also organische Schäden auf.

Viele Legastheniker (und auch LRS-Kinder) fallen durch verhältnismäßig viele Schreibfehler (Symptome) auf. Dies wird auf den folgenden Seiten näher und detailliert für Vorschulkinder, Schulkinder und Erwachsene beschrieben.

Um Sicherheit zu erlangen, sollte man eine Diagnose durchführen lassen.

Legasthenie ist schwer zu erkennen.

Viele Symptome, viele verschiedenen Erscheinungsformen.

Eine Diagnose bringt Sicherheit.

Die Lösung

Jede Legasthenie ist eine ganz Besondere. So muss auch die Förderung in diesem Bereich aussehen.

Zum Beispiel:
Es darf kein "Schema F" auf die Schüler gepresst werden,

es darf nicht dem regulären Schulfstoff ähnlich gearbeitet werden, denn der ist für den Schüler uneffektiv.